„Herr Fouad Altinawi kam durch Vermittlung der Freiwilligenagentur Magdeburg in die ZeitOase. Er suchte einen Ort, um Menschen in dieser Stadt kennenzulernen. Einerseits war er gewillt, die deutsche Sprache besser zu erlernen. Andererseits suchte er nach einer Möglichkeit, um hilfsbedürftigen Menschen mit Herz und Händen zur Seite zu stehen.
Sprachbarrieren bestehen auch nach vier Jahren immer noch. Aber Fouad bemüht sich bei jedem Treffen, mit uns ins Gespräch zu kommen. Er unterstützt uns in der Arbeit, indem er z.B. alte Menschen vom Pflegeheim abholt und zu den Stiftungsnachmittagen in die Harsdorfer Straße im Rollstuhl schiebt. Mit seiner aufgeschlossenen freundlichen Art gelang ihm schnell, das Vertrauen der Menschen in der Stiftungsgruppe zu erwerben. Er ist aufmerksam und umsichtig im Umgang mit älteren und kranken Menschen. Wir schätzen sehr seine Zuverlässigkeit.
Mit großer Begeisterung leistete er sehr viele ehrenamtliche Stunden. Für alle geschenkte Zeit, für seine Freundlichkeit und Hilfe danken wir Herrn Altinawi.
Unsere Stiftungsarbeit kann nur durch ehrenamtliches Engagement gelingen. Jede Stunde zählt.
Als Koordinatorin der ZeitOase und im Namen aller, die in unserer Stiftung mitarbeiten, wünsche ich Herrn Fouad Altinawi und seiner Familie, dass sie in Magdeburg eine wirkliche neue Heimat finden und dass die gewachsenen persönlichen Beziehungen dafür ein tragendes Fundament sein können.“
So lautete mein Referenzschreiben für unseren syrischen Freund Fouad Altinawi, als er sich nach vierjähriger ehrenamtlicher Tätigkeit in der Zeitoase „abmeldete“, um 2023 eine Arbeit in einer Magdeburger Firma anzunehmen. Der Schritt in die Erwerbstätigkeit war sehr wichtig für ihn und für seine Familie. Wir haben ihn nicht vergessen. Im Gegenteil: Über WhatsApp blieben wir bis zum jetzigen Zeitpunkt in Kontakt. Und die Bilder von fröhlichen, mitunter auch ernsten Gesprächsrunden, sein unermüdlicher Einsatz beim Nähen von Masken in der Anfangszeit der Coronaepedemie, seine Wege mit Rollstuhlfahrer:innen und auch seine Bemühungen in einer Patenschaft zum Erlernen unserer Sprache sind immer lebendig geblieben.
In der vergangenen Woche am 22. April stand er wieder in unserer Tür. Wiedersehensfreude. Kennenlernfreude. „Mein Arbeitsvertrag war befristet“, so erklärte er uns seine Wiederkehr. Und nun ist er offiziell auch vom Alter her Pensionär.
Herzlich willkommen, lieber Fouad, bei uns sind Deine Mithilfe und Dein Dabeisein unbefristet!
M.Diehl

